Immermann
Eine urbane Schöpfungsgeschichte. Die Serie „Immermann“ führt Klaus Dobrunz zurück zu den prägenden Koordinaten seiner Düsseldorfer Zeit. Namensgeber und Kulisse dieses Zyklus ist die Immermannstraße – eine der bedeutendsten, pulsierendsten und schnellsten Verkehrs- und Geschäftsadern der Landeshauptstadt. Im unaufhörlichen Strom dieses Ortes begegnen dem Künstler die „Immermänner“: Chiffren des modernen, urbanen Menschen im ständigen Vorwärtsdrang.
Doch die Serie belässt es nicht bei der reinen Beobachtung des städtischen Treibens. Sie entwickelt eine ganz eigene, faszinierende Eigendynamik und wird zu einem malerischen Schöpfungsakt. In Anlehnung an alte Mythen bricht Klaus Dobrunz die rein männlich dominierte Namensgebung der Straße künstlerisch auf:
Die Erschaffung der Immerfrau
Aus der sprichwörtlichen „Rippe des Immermannes“ gelingt es ihm auf der Leinwand, die Immerfrau zu malen.
Mit dieser feinsinnigen, fast surrealen Wendung transformiert der Künstler die reale Düsseldorfer Straße in einen zeitlosen, mythologischen Raum der Moderne. Die Ölgemälde dieser Serie spielen mit Begriffen von Identität, Geschlecht und Urbanität. Sie fangen die Dynamik einer berühmten Kulisse ein und bevölkern sie gleichzeitig mit Figuren, die aus der Logik der Malerei selbst heraus geboren wurden.